DIAGRAMMATIK: DENKEN A LA CARTE

(geschrieben im Februar 2000 für LAB 2000, KHM, Köln; nicht publiziert.)


1 Des Cartes forever

2 Die Story der Kartographen: Das Denken, der Raum, die Geographie

3 Von Hekateios zu Charles Sanders Pierce: Die Eindeutigkeit der Einsichtigkeit der Welt in der Kartographie der Arten
4 Ein-sichtige Vermessung: Logik, Arithmetik und Künstliche Intelligenz
5 Doppel-Gesichtige Er-messung der Welt: das Multi-Versum
6 Proömik: Chiasmen zwischen Karten und Welten

7 Kenomik: faceless inscriptions

8 Bibliographie

1 Des Cartes forever

2 Die Story der Kartographen: Das Denken, der Raum, die Geographie
3 Eindeutigkeit der Einsichtigkeit der Welt in der Kartographie
3.1 Die Angst der Verwechslung
3.2 Von Karten und Modellen
Die drei Hauptmerkmale des allgemeinen Modellbegriffs
3.3 Ausschluß des Subjekts des Kartographierens aus der kartierten Welt

4 Ein-sichtige Vermessung: Logik, Arithmetik und Künstliche Intelligenz

5 Doppel-Gesichtige Er-messung der Welt: das Multi-Versum

6 Proömik: Chiasmen zwischen Karten und Welten
7 Kenomik: faceless inscriptions
8 Bibliographie
  1. Dagmar Reichert (Hrsg.): Räumliches Denken, Hochschulverlag an der ETH Zürich, 1996
  2. Dagmar Reichert: Zur Vorgeschichte einer Geographie von Menschen, Diss. Wien, Juni 1997
  3. Gunnar Olson: Lines of Power/Limits of Language. Univ. Minnesota Press, Minneapolis 1991
  4. John F. Sowa: Knowledge Representation.Brooks/Cole 2000
  5. Heinz von Foerster: Cybernetics of Cybernetics, BCL, Urbana, Illinois 1974
  6. Ernst Kotzmann (Hrsg.): Transklassische Logik und neue disziplinäre wie interdisziplinäre Ansätze, Profil Verlag, München WIEN 19997
  7. Sue Toledo: Tableau Systems for First Order Number Theory and Certain Higher Order Theories, LNM 447, Springer Berlin 1975
  8. Colin Howson: Logic with Trees, Routledge London 1997
  9. Berhard Ganter, Rudolf Wille: Formal Concept Analysis, Springer Berlin 1999
  10. Rudolf Wille: Begriffsdenken: Von der griechischen Philosophie bis zur Künstlichen Intelligenz, FB Mathematik, Reprint-No. 1724, Darmstadt 1995
  11. Rudolf Wille: Bedeutungen von Begriffsverbänden, FB Mathematik, Reprint 1058, Darmstadt 1987
  12. Joachim Castella, Klaus Grochowiak: Der leichte Tanz. Das neue Spiel der Selbst- und Weltmodelle, Junfermann , Paderborn 1998
  13. Alfred Korzybski: Science and Sanity - An introduction to Non- Aristotelian Systems and General Semantics., 4th Ed., 1958
  14. Gotthard Günther: Logik, Zeit, Emanation und Evolution, Westdeutscher Verlag, Opladen u. Köln 1967
  15. Rudolf Kaehr: Kompass. Hinweise und programmatische Überlegungen zur weiteren Lektüre der Schriften Gotthard Günthers, in: Gotthard Günther - Technik, Logik, Technologie, Profil Verlag, München Wien 1994
  16. L. Binswanger: Grundformen und Erkenntnis menschlichen Daseins, Zürich 21953,
  17. F. Jaques: L'éspace logique de l' interlocution, dialogiques II, puf Paris 1985
  18. Lars Löfgren: Discussions: Understandings of Complementarity and Language: Toward a Unified Conception, in: Mutual uses of cybernetics and sciences, Thesis Publishers, Amsterdam 1991
  19. Gordon Pask: The Cybernetics of Human Learning and Performance, Hutchinson, London 1975
  20. Rudolf Kaehr: Disseminatorik: Zur Logik der Second Order Cybernetics, in: Dirk Baecker (Hrsg.), Kalkül der Form, stw 1068 Suhrkamp 1993
  21. Rudolf Kaehr, Thomas Mahler: Morphogrammatik. Zur Theorie der Form. In: http:www.techno.net/pcl/


  22. ZITATE

    Scrape the paint off and you will discover an unsuspected system of structural forms and relation suggesting methods of thinking which surpass immeasurably all classic theories."

    Gotthard Günther, Heinz von Foerster: The logical Structure of Evolution and Emanation, Annals of the New York Academy of Sciences, Vol. 138, Article 2, p. 874, February 6, 1967


    Ich selbst weiß überhaupt nicht und bin nicht. Karten sind: sie sind das Einzige, was da ist und sie wissen von sich nach Weise der Karten ... Ich selbst bin eine dieser Karten; ja, ich bin selbst dies nicht, sondern nur eine verworrene Karte von Karten."

    J.G. Fichte, WWWII, S. 145


    Was ich verdecke, ent-deckst du und was du ver-deckst, entdecke ich; in unserem Zusammenspiel ent-gründen wir das Spiel der Welt. Subjektivität ist über den Gegensatz von Ich- und Du-Subjektivität verteilt und dieser ist in keiner terrestrischen Anthropologie von Ich und Du verankert." "

    Rudolf Kaehr: Disseminatorik: Zur Logik der Second Order Cybernetics, in: Dirk Baecker (Hrsg.), Kalkül der Form, stw 1068 Suhrkamp 1993, S. 95


    A map is not the territory it represents, but if correct, it has a similar structure to the territory, which accounts for its usefullness. If the map could be ideally correct, it would incloude, in a reduced scale, the map of the map; the map of the map, of the map; and so on, endlessly, ... If we reflect upon our languages, we find that at best they must be considered only as maps. A word is not the object it represents; and language exhibit also this particular self-reflexiveness, that we can analyze languages by linguistic means. This self-reflexiveness of language introduces serious complexities, which can only be solved by the theory of multiordinality... The disregard of these complexities is tragically disastrous in daily life and science."

    Alfred Korzybski: Science and Sanity - An introduction to Non- Aristotelian Systems and General Semantics., 4th Ed., 1958, p. 58


    'Um zu erkennen, ob das Bild wahr oder falsch ist, müssen wir es mit der Wirklichkeit vergleichen' [Wittgenstein, Traktatus, 2.223] [...] Wie aber um Himmels Namen konnte man diesen Vergleich durchführen?"

    (E. v. Glasersfeld, 1987, S. ???)


    Satz 9: Der Ort des Subjektes, des objektlosen Meta-Ich als Spontaneität (Verstand) und Rezeptivität (innerer Sinn) ist als der die empirische innere und äußere Welt Welt bedingende Ort dieser inneren und äußeren Welt prinzipiell enthoben."

    Peter Resinger : Idealismus als Bildtheorie, Klett-Cotta, Stuttgart 1979, S. 123


    Der Grund, warum unser ... fühlendes, wahrnehmendes und denkendes Ich nirgendwo in unserem wissenschaftlichen Weltbild anzutreffen ist, kann ganz einfach in sieben Worten angegeben werden: weil es nämlich selbst dieses Weltbild ist."

    (Ernst Schrödinger: ?? )


    Modelle sind stets Modelle von etwas, nämlich Abbildungen, Repräsentationen natürlicher oder künstlicher Originale, die selbst wieder Modelle sein können."

    2. Verkürzungsmerkmal

    Modelle erfassen im allgemeinen nicht alle Attribute des durch sie repräsentierten Originals, sondern nur solche, die den jeweiligen Modellerschaffern und/oder Modellbenutzern relevant erscheinen."

    3. Pragmatisches Merkmal

    Modelle sind ihren Originalen nicht per se eindeutig zugeordnet. Sie erfüllen ihre Ersetzungsfunktion a) für bestimmte - erkennende und/oder handelnde, modellbenutzende - Subjekte, b) innerhalb bestimmter Zeitintervalle und c) unter Einschränkung auf bestimmte gedankliche oder tatsächliche Operationen."

    Das Modellkonzept der Erkenntnis greift den Abbildgedanken der klassischen Erkenntnistheorie auf, relativiert ihn jedoch im Sinne des pragmatischen Entschlusses. Hiernach ist alle Erkenntnis Erkenntnis in Modellen oder durch Modelle, und jeglich Weltbegegnung überhaupt bedarf des Mediums 'Modell': indem sie auf das - passisve oder aktive - Erfassen von etwas aus ist, vollzieht sie relativ zu bestimmten Subjekten, ferner selektiv - intentional selektierend und zentrierend - und in je zeitlicher Begrenzung ihres Original-Bezuges."

    Herbert Stachowiak,: Allgemeine Modelltheorie, Springer Wien New York 1973, S. 56



    BILDER

    (bild1)

    Dagmar Reichert (Hrsg.): Räumliches Denken, Hochschulverlag an der ETH Zürich 1996, S. 30

    (bild2)

    (bild3)

    Rudolf Wille: Begriffsdenken: Von der griechischen Philosophie bis zur Künstlichen Intelligenz, FB Mathematik, Reprint-No. 1724, Darmstadt 1995, S. 10 u. 11

    (bild4: 4-SOWA-WELT1)

    John F. Sowa: Knowledge Representation. Brooks/Cole 2000, p. 393

    (bild5: 5-TABELLE)

    (bild5: 6-TABELLE)

    Rudolf Wille: Bedeutungen von Begriffsverbänden, FB Mathematik, Reprint 1058, Darmstadt 1987, S. 34-35

    bild7: 7-TOLEDO

    Sue Toledo: Tableau Systems for First Order Number Theory and Certain Higher Order Theories, LNM 447, Springer Berlin 1975, p. 40

    (bild8:8-BEGRIFFSMUSTER)

    Rudolf Wille: Bedeutungen von Begriffsverbänden, FB Mathematik, Reprint 1058, Darmstadt 1987, S. 27

    (bild9: 9-DIM)

    bild10: 10-DIM)

    Heinz von Foerster: Vortragsunterlagen, Ms.

    (bilsd11: 11-HEINZ-VOM)

    Heinz von Foerster: Cybernetics of Cybernetics, BCL, Urbana, Illinois 1974, p. 517

    (bild11: kuss)

    Nicholas Falletta: Paradoxon, Fischer-Logo, Frankfurt/M 1990, S. 79

    (bild 12: 12-KAE-TRANSJUNKTION)

    Rudolf Kaehr, 1990, Ms

    (bild13: 13-KANINCHEN):

    Nicholas Falletta: Paradoxon, Fischer-Logo, Frankfurt/M 1990, S. 59

    (bild14: 14-KENO-TAFEL)

    Gotthard Günther: Logik, Zeit, Emanation und Evolution, Westdeutscher Verlag, Opladen u. Köln 1967, S. 24

    (bild16: SR-BILD):

    Heinz von Foerster: Cybernetics of Cybernetics, BCL, Urbana, Illinois 1974, p. 282